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Dolf Hermannstädter - Got Me? Taschenbuch

Artikelnummer: 201006005

Hardcore-Punk als Lebensentwurf. Gesammelte Kolumnen 1986-2007 aus dem Fanzine TRUST. Kompromisslos, authentisch, überzeugt und überzeugend.

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Dolf Hermannstädter - Got Me? Hardcore-Punk als Lebensentwurf
Autor: Dolf Hermannstädter. Mox & Maritz Verlag, Bremen 2008, 306 S., brosch. Gesammelte Kolumnen 1986-2007 aus dem Fanzine TRUST. Kompromisslos, authentisch, überzeugt und überzeugend.



Pressestimmen:

SPIEGEL (Apr. 2008): ' Was ist Punk? Lieder über den Mangel an Bier jedenfalls nicht - findet zumindest der leidenschaftliche Fanzine-Macher Dolf Hermannstädter. Wer dessen gesammelte Kolumnen liest, ahnt: Wenn Punk noch lebt, dann dank solcher Texte! (...) Verantwortlich für diesen tatsächlich alternativen Blick auf die Welt des Rock'n'Roll ist Dolf Hermannstädter, 43, den man wohl als waschechten Punk bezeichnen darf. Punk bedeutet in seinem Fall, musikalisch betrachtet, eine Liebe zu amerikanischem Hardcore-Punk-Rock, so wie ihn die legendäre Washingtoner Band Fugazi spielt. Aber wichtiger als der Stil ist Dolf Hermannstädter der Inhalt der Songs. Mit hinauskrakelten Liedern über das Ende der Welt und einen Mangel an Bier kann er nichts anfangen. Der Mann ist Idealist, und Punk ist für ihn ein Lebensentwurf für eine bessere Welt. Jede neue Ausgabe von Trust eröffnet er mit seiner Kolumne, in der es meist weniger um Musik als um seine sehr private Sicht auf das Leben und die wilde, weite Welt geht. Alle zwischen 1986 und 2007 erschienenen Kolumnen sind nun in dem Buch 'Got Me? – Hardcore-Punk als Lebensentwurf' gesammelt. Punk als Grundeinstellung heißt dann auch das immer wieder hier verhandelte Thema. Mal regt Hermannstädter an, auf Zucker, Softdrinks und Duschgel zu verzichten – 'Was kann man machen?', dann philosophiert er über den Untergang der Musikindustrie. Das ist meistens unterhaltsam, mal lustig aber eben auch beklemmend radikal und kompromisslos.'

FAZ (Okt 2008):'... Die Gegenkultur, aus der Hermannstädter kommt, über die er seit 1986 geschrieben hat und in der er bis heute lebt, ist Hardcore-Punk - eine noch schnellere, noch härtere, noch radikalere Version jener hierarchiefreien Gitarrenmusik, der die Sex Pistols 1976 zum Durchbruch verholfen hatten. Absagen werden erteilt ("Nazis raus. Stoppt Sexismus und Rassismus. Vergewaltiger, wir kriegen euch.") und mindestens genauso viele Zusagen: "Denkt nach. Seid ehrlich. Sucht euch gut aus, was ihr konsumiert, in jeder Form. Habt Sex und gebt nicht auf." Jetzt hat Hermannstädter seine Kolumnen aus einundzwanzig Jahren im Kampf gegen eine bessere Welt mit noch besserer Musik versammelt. An das erste Punk-Konzert, das er je sah, kann er sich nicht erinnern: "Weil ich damals keinen Sinn darin sah, Dinge aufzuschreiben." Das änderte sich zum Glück, und so haben wir hier eine kleine deutsche Literaturgeschichte internationaler Gegenkultur.'

WOZ (Okt 2008): Anstrengend? Ja. Hermannstädter macht es einem nicht leicht. Alles geht ihn an, nie zuckt er die Schultern. Zu sehr vielem hat er eine Meinung, die er dann auch frisch und radikal niederschreibt. Schnell, mündlich, roh. Quellen nennt er nie, was nicht selten am Wahrheitsgehalt zweifeln lässt. Er tippt drauflos, subjektiv und ungebremst. Das ist gleichzeitig seine Schwäche und seine Stärke. Am fundiertesten ist er, wenn er aus seinem Umfeld schöpft: bei seinen Betrachtungen zum marketinggebeutelten Musikgeschäft. Am besten, wenn er persönlich wird. Vieles sonst wirkt gar schnell hingeworfen. Und doch, es geht mir wie Hermannstädter selbst, wenn er über einen anderen Fanzinkolumnisten urteilt: 'Er spricht mir so oft aus der Seele, auch wenn er viel Mist schreibt.' ...Warum mir Hermannstädters Schreibe dennoch ans Herz wächst? Weil er aufbegehrt und die gegenwärtige Ordnung nicht als Naturgesetz betrachtet. Weil er sich seine eigenen Gedanken macht und - meist - nicht einfach Gehörtes und Angelesenes reproduziert. Weil er nicht Mainstream ist, sondern sich mit Nachdruck positioniert: Er verkündet zum Beispiel, im Zusammenhang mit Hardcorebands wolle er - 'alles andere ist Quatsch' - nur noch mindestens solches lesen: 'We believe that music is about self-expression and communication - not sales points. And that a town is a town - not a ‹market›. We are a pro-gay, pro-choice, anti-organised religion and anti-racist punk band' ('Wir glauben, dass es in der Musik um einen eigenen Ausdruck und um Kommunikation geht - und nicht um Verkaufserfolge. Dass eine Stadt eine Stadt ist und nicht ein Markt. Wir sind eine Punkband, die für Schwule und für Abtreibung, gegen organisierte Religion und Rassismus eintritt'). Genau wie diese von ihm zitierte ungenannte Band trägt Hermannstädter seine Überzeugungen vor sich her. Anstrengend? Ja, aber authentisch und ehrlich.


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